100 5017Tief im Westen Niedersachsens liegen Städte mit geheimnisvollen Namen: Rulle, Wallenhorst, Osnabrück. Mein kleiner roter Koffer ist bis oben hin mit Fragen angefüllt. Ich will wissen, was die Kinder an der kleinen Dame besonders gern mögen, was sie zum Lachen bringt. Welche Geschichten sie noch mit der kleinen Dame erleben möchten, denn seit Ende September habe ich begonnen das Drehbuch für den Film zu schreiben - und da ist es mir natürlich besonders wichtig, ganz nah bei meinen Lesern und Leserinnen zu sein! Gleich bei der ersten Lesung in der St. Bernhard-Schule meldet sich eine Erstklässlerin und fragt, ob die kleine Dame nicht einmal eine "Hasengeschichte" erleben kann. Eine Hasengeschichte, denke ich. Und mir fällt ein, wie ich zu meinen zwei allerersten Hasen gekommen bin. Das war so: Eines Morgens entdeckte mein Vater ein großes Erdloch unter unserer Terrasse. "Oh, das sind bestimmt Ratten", meinte er. "Die müssen wir schleunigst verjagen." Während er mit dem Schlauch Wasser in das Loch pumpte, hockte ich daneben und wartete auf die Ratten. Doch da schoss plötzlich ein kleines, langohriges Etwas aus dem Loch und dann noch eins und noch eins. Fünf nasse Kaninchenkinder, Mutter und Vater verließen fluchtartig ihren Bau. "Stopp", rief ich. "Das sind gar keine Ratten!" Aber es war zu spät. Der Bau war geflutet und die

100 5045 Kaninchen in alle Richtungen aus unserem Garten geflitzt. Wie böse war ich auf meinen Vater.  Wo war er überhaupt? Da entdeckte ich ihn. Er kauerte neben der Hecke, die um die alte Garage meiner Oma wuchs und holte etwas zwischen den Zweigen hervor. Schnell lief ich zu ihm. Auf seinem Schoß saßen zwei kleine Kaninchen. Für ein paar Wochen waren sie unsere Gäste und ich habe ihnen jeden Tag Gras und Löwenzahn in ihren Stall gebracht. Als sie angefangen haben, das Holz durchzuknabbern, sind wir raus in die Felder gefahren und haben sie freigelassen. Das könnte doch eine Hasengeschichte werden. Was meint ihr? Auf meiner Reise durchs "Ruller Land" habe ich aber nicht nur schöne, neue Ideen gesammelt (eine muss ich euch noch erzählen: Die kleine Dame als Horrorfilm! - kam von einem Zweitklässler), sondern auch die Tür der kleinen Dame entdeckt.

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Ja, ihr findet sie im Hof hinter dem Rullerhaus. Leni und Alma haben sie mir gezeigt. Ist es möglich, dass die kleine Dame eine zeitlang in Rulle auf Expedition war? Oder vielleicht Verwandte dort hat? Ihre Bücher findet ihr in jedem Fall in der Dombuchhandlung K. Esch, gleich neben dem großen Dom. Schön war es bei euch! Mit vielen neuen Anregungen für mein Drehbuch bin ich nach Hause gekommen. Ganz brezelige Grüße und ein sonniges Dankeschön an Stephanie Scholze, die mich für LiesA eingeladen hat.

Eure Stefanie Taschinski

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100 4933Stockholm stand schon lange ganz oben auf meiner Wunschreiseliste. Und nun, nach einem leuchtenden Wochenende meine ich fast, ich habe das alles nur geträumt. Am Strandvägen flanieren, den Hop-on und Hop-off Schiffen nachschauen, mit der Straßenbahn quer über Djurgarden fahren und mitten in der Stadt durch den Wald zurückspazieren.

In Gedanken auf der Vasa Segel setzen. Die Kanonen bleiben bitte im Museum! Mit Karlsson über die Dächer fliegen und danach ausgiebig "fica" machen (Kaffee trinken und in eine saftig süße Zimtschnecken beißen.)  Eine Stadt, durch die nachts goldene Hirsche ziehen. Mit einem Koffer voll skandinavischer Sonne bin ich zurückgekommen. Ganz viel Licht für die kürzenenTage, die bald kommen.

Mit goldenen Grüßen, Eure Stefanie Taschinski 

 

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P4quervorStamm

Den Sommerhimmel sehn

Ist Poesie, mag sie auch nie in Büchern stehn -

Echte Gedichte fliehn -

Emily Dickinson, 1897

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...bewegt und voller Überraschungen

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Mitunter steinig...

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... und manchmal einfach nur entspannt

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Fangtnäs euchnäs nochnäs vielnäse Sonnnäsenstrahlen einnäs,

benäsvor dienäs kurznäsen Tagnäse benäsginnen.

Eunäsre Stefnäsanie Taschnäsinski

Florian und roter Blitz 2

In den Bücherregalen meiner Töchter verstecken sich einige alte Schätze. Bücher, die zusammen mit mir schon viele, viele Male umgezogen sind. Lieblingskinderbücher, deren Figuren mir immer noch ganz lebendig vor Augen stehen. Gestern fiel mir "Florian und roter Blitz" in die Hände. Ich weiß noch, wie meine Mutter es mir von einem Flohmarkt in meiner Grundschule mitbrachte. Es ist eine spannende Geschichte über die Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Fuchs. Roter Blitz war der erste Fuchs, der es sich in meiner Fantasiewelt eingerichtet hat. Ich glaube, Finn und Fee, die zwei Füchse, die aus dem Land an der Tana kommen (Die kleine Dame und der rote Prinz) und auch Schnauz, der Anführer der Füchse aus meinem neuen Buch (dessen Titel noch geheim ist), sind seine Nachfahren. Falls ihr "Florian und roter Blitz" zufällig entdeckt, sucht euch unbedingt ein gemütliches Plätzchen und taucht in ihre Welt ab.

Mit spätsommerlichen Grüßen aus Altona, eure Stefanie Taschinski

 

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Eine Tasse Tee trinken. Molly ein trockenes Brötchen geben. Die Mädchen wachkitzeln. Den ersten Apfel aus dem Garten für die Brotdose schnippeln. Einen Stapel Bücher zum Verschenken raussuchen. Meinem Drucker die Seiten 71-198 meines neues Buches entlocken. Für Seite 1-70 gleich in den Copyshop radeln, weil die Druckerpatrone an einem echten Montagmorgen natürlich keine Tinte mehr hat...

Ich wünsche euch einen bunten, sonnigen Wochenbeginn,

eure Stefanie Taschinski

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